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© Pexels, Dzenina Lukac

Homeoffice – Flexibilität vs. Sicherheit

Viele Menschen haben sich mittlerweile an die mobile Arbeitswelt gewöhnt und nutzen ganz selbstverständlich neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Kommunikation. Für Unternehmen und Mitarbeiter eigentlich eine gute Ausgangssituation. Eigentlich… denn mit der Verlagerung von betrieblichen Prozessen in den Privatbereich gehen auch Sicherheitsrisiken einher, die längst nicht jedem bewusst sind.

Besonders spannend sind hier Inhalte, die per Video geteilt werden. Neben den Fotos von der letzten Familienfeier sind dies auch Bilder des eigenen Homeoffice-Setups. Besonders der letzte Punkt spiegelt sich auch in aktuellen Hashtags wider: #WorkFromHome, #WorkingFromHome, #RemoteWork oder #HomeOffice. 

Diese persönlichen Einblicke sind eigentlich menschlich und helfen in der Pandemie ein gewisses Maß an sozialen Kontakten zu erhalten. Leider ruft das auch Schattenseiten hervor, denn Daten sind für Kriminelle wertvoll und Grund genug, entsprechende Attacken zu fahren. 

Nur ein Bild, was Videos so alles verraten…

… Familie, Freunde, Jahrestage,
… Adressen und Kontaktdaten,
… Abwesenheiten, Urlaube,
… uvm.

Analysen zeigen, dass viele User für ihre Passwörter den Lieblingsverein, die Lieblingsband, usw. verwenden. Entsprechende Informationen sind daher für Kriminelle von großem Wert.

Sicherer (virtueller) Arbeitsplatz, unsicheres Homeoffice?

VPN-Tunnel, Citrix-Umgebungen und Co. Die technische Infrastruktur hat sich während der Pandemie schnell entwickelt und ist generell auf einem hohen Sicherheitsniveau. Aber wie sieht es mit dem privaten „Küchentisch“ aus?

  • Videos oder Bilder von dem Homeoffice-Arbeitsplatz enthüllen vertrauliche Informationen
  • E-Mails werden von Firmenkonten auf Privatkonten übertragen (z.B. zur leichteren Bearbeitung am heimischen PC)
  • Keine saubere Trennung von Privat- und Unternehmensdomäne
  • Frei zugänglicher Arbeitsplatz für Familie, Freunde und sonstige Dritte – ohne Absperrung
  • usw.

Viele Angriffspunkte, um unberechtigten Zugriff auf Dokumente und Informationen zu erhalten.

Resümee…

Die Risiken lassen sich nicht komplett ausschalten, aber es gibt einige Tipps, um das Problem zu reduzieren:

  1. Vertrauliche Inhalte aus dem Sichtfeld bei Videokonferenzen entfernen oder einen virtuellen Hintergrund verwenden.
  2. Arbeitsvorgänge nur in der geschützten Umgebung bearbeiten und nicht auf der Ebene des Betriebssystems des privaten Geräts.
  3. Bei Abwesenheit das Gerät sperren und Einsicht / Zugriff durch Dritte verhindern.

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